Weisskohl: Mehr als ein gesundes Nahrungsmittel

14. Februar 2011
Weisskohl (Brassica oleracea)

Weiss­kohl (Bras­si­ca ole­racea)

Unter den 400 bekann­ten Kohl­ar­ten, wird Weiss­kohl (Bras­si­ca ole­racea) am häu­figs­ten in Deutsch­land ange­baut. Weiss­kohl ist eines der kalo­rien­ärms­ten Gemü­se­sor­ten. Es ist viel­fäl­tig ein­setz­bar: Weiss­kohl schmeckt sowohl roh, gekocht wie gedüns­tet. Ein gro­ßer Teil des in Deutsch­land ange­bau­ten Weiss­kohls (Foto eine Kohl­pflan­ze im Gar­ten) wird zu Sauer­kraut ver­ar­bei­tet. Das gern ver­wen­de­te Kraut der typisch deut­schen Küche ent­hält neben Vit­amin C, jede Men­ge Milch­säu­re. Sauer­kraut, regel­mäs­sig roh geges­sen, bringt den Darm auf Trab. Denn die ent­hal­te­nen Milch­säu­re­bak­te­ri­en unter­stüt­zen die nütz­li­chen Darm­bak­te­ri­en und regen die Ver­dau­ung an.

Weiss­kohl hilft außer­dem dem Abwehr­sys­tem und wirkt anti­bio­tisch. Bei unan­ge­neh­men Ent­zün­dun­gen oder hart­nä­cki­gen Geschwü­ren wie zum Bei­spiel den “offe­nen Bei­nen” ist Weiss­kohl hei­lungs- und durch­blu­tungs­för­dernd.

Ent­zün­dung zum Bei­spiel im schlecht erreich­ba­ren Gehör­gang: Ein mit Weiss­kohl-Saft getränk­ter Wat­te­bausch wird ganz nor­mal in den Gehör­gang gesteckt. Er ver­bleibt dort für meh­re­re Stun­den. Wich­tig: Der Weiss­kohl-Saft kann mit einer Saft­pres­se selbst her­ge­stellt wer­den. Oder es wird Frisch­pflan­zen­press-Saft aus Weiss­kohl aus dem Reform­haus dazu gekauft. Nach ein paar Tagen soll­te eine deut­li­che Bes­se­rung spür­bar sein.

Anwen­dung bei offe­nen Bei­nen: Unter­schen­kel­ge­schwü­re wol­len häu­fig nicht abhei­len. Gute Hei­lungs­er­fol­ge las­sen sich mit Kohl­blät­tern erzie­len. Ver­wen­det wer­den fri­sche Weiss­kohl­blät­ter. Sie wer­den vor der Behand­lung mit lau­war­mem Was­ser abge­spült. Das Was­ser abge­trop­fen las­sen, dann wer­den die weis­sen Mit­tel­rip­pen des Kohls her­aus­ge­schnit­ten  und mit einer Küchen­rol­le weich gerollt. Beim Weich­rol­len tritt der hei­len­de Kohl­saft aus. Der­ar­tig vor­be­rei­tet wer­den die Blät­ter auf die Unter­schen­ke­ge­schwü­re gelegt und locker mit einer Mull­bin­de befes­tigt. Ein Küchen­hand­tuch kann noch dar­um gelegt und mit einer Sicher­heits­na­del befes­tigt wer­den. Der Ver­band wird zwei mal täg­lich  gewech­selt. Vor jedem Wech­sel ist das Rei­ni­gen der Wun­de wich­tig, denn es ent­ste­hen Sekre­te und Eiter. Eine zusätz­li­che Unter­stüt­zung des Hei­lungs­pro­zes­ses wird durch Ver­wen­dung von kal­tem Kamil­len­tee (Her­stel­lung Kamil­len­tee) erreicht, mit dem die Wun­den gerei­nigt wer­den.

Heil­an­wen­dun­gen Wir­sing­kohl

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1 Kommentar zu „Weisskohl: Mehr als ein gesundes Nahrungsmittel“

  1. Renate sagt:

    mei­ne Lieb­lings­kohl­va­ri­an­te ist Kim­schi. Der scharf ein­ge­leg­te Kohl nach korea­ni­scher Art ist ein­fach köst­lich, weil frisch und kna­ckig und nu auch noch gesund!