Rainfarn: Volksheilkundliches Wurmmittel

22. September 2014
Rainfarn

Rain­farn

Die letz­ten Heil­pflan­zen erblü­hen, dar­un­ter Rain­farn (Chry­san­the­mum vul­ga­re). Der Kor­blüt­ler wächst an Weg­rän­dern, Fluss­ufern und Wie­sen. Die gel­ben ‘Stem­pel’ leuch­ten weit­hin in dem typi­schen Gold­gelb. Die Heil­pflan­ze riecht aller­dings nicht so beson­ders ange­nehm. Sie ent­hält äthe­ri­sche Thu­jon-Öle und den Bit­ter­stoff Tana­ze­tin.

Rain­farn wur­de frü­her als Wurm­mit­tel ein­ge­setzt. Heu­te aller­dings nicht mehr. Denn moder­ne Anti­wurm­mit­tel sind wesent­lich scho­nen­der und wirk­sa­mer. Rain­farn ist gif­tig, die Dosie­rung als Wurm­mit­tel schwie­rig, wes­halb in der älte­ren Lite­ra­tur auch Hin­wei­se auf töd­li­che Aus­gän­ge von Wurm­ku­ren mit Rain­farn beschrie­ben wur­den.

Wegen der schö­nen Far­be und auch der lan­gen Halt­bar­keit der Blü­ten wird Rain­farn gern in Blu­men-oder in Tro­cken­blu­men­sträu­ßen ver­ar­bei­tet. Bevor frau sich die Arbeit macht, Rain­farn zu nut­zen, soll­te sie die Pflan­ze rie­chen, denn der Geruch passt nicht jeder Nase. Außer­dem kom­men Korb­blüt­ler-All­er­gi­en nicht sel­ten vor. Es kann auch zu Kreuz­re­ak­tio­nen mit ande­ren Korb­blüt­lern kom­men wie z.B. Löwen­zahn, Kamil­le, Chry­san­the­men oder auch zu Kräu­ter- und Gewürz­pflan­zen aus den Fami­li­en der Pfef­fer- und Nacht­schat­ten­ge­wäch­se (Pfef­fer, Chi­li, Toma­te, Papri­ka).

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