Zimt-Tee oder Gewürz-Tee

Zimttee vom Libanesen
Zimt­tee vom Liba­ne­sen

Zimt-Tee — ahhh, welch’ eine Wohl­tat! Wie die Liba­ne­sen z.B. in ihren Restau­rants zei­gen, ist das Trin­ken von Zimt-Tee das gan­ze Jahr über mög­lich. Bei mei­nem Lieb­lings-Liba­ne­sen in Ber­lin [1] gibt es ihn immer: Heiss und damp­fend aus einem Samo­war.

Ich trin­ke ihn gewöhn­lich ohne Zucker (Zucker ist schäd­lich und macht krank). Denn auch so ver­brei­tet der Zimt-Tee sein duf­ten­des Aro­ma und wirkt wohl­tu­end und natür­lich auf­grund des Schwar­zen Tees anre­gend. Wie mir ein­mal einer der Ange­stell­ten ver­riet, wird der Zimt-Tee “immer frisch zube­rei­tet”. Das heisst, mehr­mals täg­lich wird ein Zimt-Sud mit ech­ten Zimt­stan­gen min­des­tens eine Stun­de lang gekocht, so dass die Zimt-Wirk­stof­fe in das Was­ser über­ge­hen. Zu einem kräf­tig auf­ge­brüh­ten Schwarz­tee kommt dann jeweils ein Schuss des Zimt-Suds, der dann Zimt­ge­schmack und ‑Aro­ma ver­mit­telt.

So ein Gewürz-Tee kann auch noch ande­re Gewür­ze wie Kar­da­mom ent­hal­ten. Die Zusam­men­set­zung der jewei­li­gen Wür­zun­gen wird den Geschmack bestim­men. Ich zie­he Zimt dem Kar­da­mom vor, köchel nur 5 Stan­gen Cey­lon-Zimt auf ein Liter Was­ser eine Stun­de lang und set­ze den Sud dem Tee zu (wel­che Zusam­men­set­zung der Liba­ne­se hat — Geschäfts­ge­heim­nis). Die Ayur­ve­di­sche Küche ver­wen­det Zimt und Kar­da­mom aus medi­zi­nisch anre­gen­den Wir­kun­gen. Zimt und Kar­da­mom sind dem Vata-Dosha (Dosha=Element inner­halb der kon­sti­tu­tio­nel­len Typen­leh­re. Vata=Luftelement) zuge­ord­net.

Natür­lich wer­den auch ayur­ve­di­sche “Yogi-Tee-Mischun­gen” als fer­ti­ge Gewürz-Tees ver­kauft. Die sind meis­tens in Tee­beu­tel (klein geschro­tet) abge­packt und wer­den nach dem Kochen anschlie­ßend mit Milch erwei­tert und mit Honig gesüßt. Die meis­ten Tee­beu­tel wer­den auch min­des­tens 3 Minu­ten im heis­sen Was­ser gekö­chelt. Da Zimt kein Tee son­dern aus Rin­de besteht, brau­chen die Wirk- und Aro­ma­stof­fe ein biss­chen län­ger. Mir ist die eige­ne Zube­rei­tung mit Zimt­stan­gen lie­ber. So habe ich kei­ne Inhalt­stof­fe wie z.B. Kon­ser­vie­run­gen oder künst­li­che Aro­men in mei­nem Tee.

[1] U‑Bahnhof Wal­ter-Schrei­ber-Platz, Ber­lin, Zaim Fala­fel, Rhein­stra­ße 40. Nein, dies ist kei­ne bezahl­te Wer­bung! Es ist wirk­lich ein gutes, klei­nes Restau­rant mit Selbst­be­die­nung.

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