Heil­pflan­zen-Hil­fe zur Kar­ne­vals­zeit

Alaaf & Hel­au!

Der rhei­ni­sche Kar­ne­val hat ges­tern begon­nen, und seit dem 6. Janu­ar läuft schon die schwä­bisch-ale­ma­ni­sche Fast­nacht. Für vie­le Men­schen ist das eine wil­de, end­lo­se Par­ty­zeit mit viel Alko­hol, Essen oder frei­zü­gi­gem Sex. Da die wich­ti­gen Umzü­ge drau­ßen statt­fin­den — schließ­lich sol­len die bösen Mäch­te ver­trie­ben und der Früh­ling ange­lockt wer­den — kann das Immuns­sys­tem schon mal auf Grund­eis gehen bei den dies­jäh­ri­gen Tem­pe­ra­tu­ren.

Um das Immun­sys­tem zu sti­mu­lie­ren, kön­nen Echi­n­acea-Prä­pa­ra­te oder wel­che aus der Kapland-Pelar­go­nie ein­ge­nom­men wer­den. Wer bei dem kal­ten Wet­ter drau­ßen am Ran­de der Ümzü­ge steht, kann sich ordent­lich warm ein­pa­cken — auch wenn das manch­mal nicht gera­de sexy aus­sieht — und eine Ther­mos­kan­ne  mit Ing­wer-Tee mit­neh­men. Die Chi­ne­sen sagen: Ing­wer ist “yang”, also mit wär­men­den Kräf­ten aus­ge­stat­tet. Ing­wer ist auch ein her­vor­ra­gen­des Mit­tel gegen Übel­keit: Wer des Mor­gens mit Brech­rei­zen zu kämp­fen hat, kann sich einen Ing­wer-Tee aus fri­scher Ing­wer­wur­zel machen. Frisch des­halb, weil die übli­chen Ing­wer-Tee-Sor­ten aus den Dro­ge­rie­re­ga­len “Wohl­fühl­tees”, sind. Die meis­ten haben kei­ne arz­nei­li­che Wir­kung.

Mas­ken und Aus­trei­bun­gen: Uralte Ritua­le wer­den zele­briert

Bei Kopf­schmer­zen hel­fen Wirk­stof­fe aus der Wei­den­rin­de: Ace­tyl­sa­li­cyl­säu­re (ASS). Der Wirk­stoff wird seit vie­len Jahr­zehn­ten syn­the­tisch her­ge­stellt, ist aber hoch­wirk­sam und bil­lig (Gene­ri­ka-Prä­pa­ra­te).

Span­nungs­kopf­schmer­zen kön­nen gut mit einem Pfef­fer­minz­öl (aus Apo­the­ke oder Dro­ge­rie) gelin­dert wer­den: Ein paar Trop­fen auf die Schlä­fen (vor­sicht nicht in die Augen) und in den Nacken rei­ben. Der küh­len­de Effekt ist kurz dar­auf durch­blu­tungs­för­dernd und schmerz­lin­dernd.

Wer dem Alko­hol ordent­lich zuge­spro­chen hat, benö­tigt Mine­ra­li­en und Flüs­sig­keit zum Aus­gleich. Alko­hol wird über Leber und Nie­ren aus­ge­schie­den, die ver­stärk­te Tätig­keit die­ser Orga­ne kann am Bes­ten durch fri­sches Was­ser, Apfelsaft­schor­le oder Gemü­se­brü­he aus­ge­gli­chen wer­den. Kei­nes­falls hel­fen Nach­füll­ak­tio­nen mit wei­te­ren Alko­ho­li­ka.

Eine Dau­er­par­ty kann auch Stress für den Kör­per bedeu­ten. Pau­sen hel­fen, Schlaf, vit­amin­rei­ches Essen und ab und zu ein wär­men­des Bad mit Heil­kräu­tern. Das mobi­li­siert die Lebens­kräf­te für die nächs­te Par­ty­schicht. UND: Die Gren­zen der Selbst­me­di­ka­ti­on sind dann erreicht, wenn sich zum Bei­spiel Dau­er­kopf­schmer­zen ein­stel­len, Migrä­ne, mani­fes­te Magen-Darm­be­schwer­den oder eine hand­fes­te Erkäl­tung.

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