Kräu­ter-Haus­tee (1) sel­ber machen

Ringelblumenblüten
Rin­gel­blu­men­blü­ten, getrocknet

Über­all gibt es Gebrauch-Kräu­ter­tees zu kau­fen. Alles was das Herz begehrt, oder was gut und inter­es­sant schme­cken könn­te, wird ange­bo­ten. Dabei kom­men ziem­lich wil­de Zusam­men­stel­lun­gen und ‑Mischun­gen her­aus. Schon beim Auf­ma­chen der Packung schlägt einem oft ein ziem­lich künst­li­cher Geruch ent­ge­gen: Denn vie­le die­ser Tees sind ent­we­der nur par­fü­miert oder gera­de bil­li­ge Sor­ten ent­hal­ten nur Aro­ma­stof­fe von Kräu­tern, kei­ne “rich­ti­gen” Inhalts­stof­fe. Das heisst von der ange­prie­se­nen Brenn­nes­sel, Kamil­le oder Mal­ve, Him­bee­re oder Brom­bee­re sind tat­säch­lich kei­ne Heil­pflan­zen ent­hal­ten. Die­se Roh­stof­fe sind für Discou­ter­an­ge­bo­te viel zu teuer.

Kamillenblüten, getrocknet
Kamil­len­blü­ten, getrocknet

Ein rich­tig gut schme­cken­der Kräu­ter-Haus­tee lässt sich leicht sel­ber machen. Ent­we­der kön­nen die Kräu­ter sel­ber gesam­melt, getrock­net wer­den und ent­spre­chend abge­wo­gen zusam­men­ge­mixt. Oder die Zuta­ten wer­den aus der Apo­the­ke besorgt und schon dort gemischt. Zuge­ge­ben, das ist teu­rer, aber dafür ist der Kräu­ter-Haus­tee echt und tut dann rich­tig gut. Beson­ders in der heis­sen Jah­res­zeit ist ein war­mer oder kal­ter Kräu­ter-Haus­tee wohl­tu­end und löscht den Durst gesün­der als die eis­kal­ten, zucker­hal­ti­gen (oder zucke­re­er­satz­stoff-hal­ti­gen) Softgetränke.

Tee-Zusam­men­stel­lung:

Him­beer­blät­ter (10), Melis­sen­blät­ter (10), Pfef­fer­minz­blät­ter (10), Hage­but­ten (10), Laven­del­blü­ten (5), Hibis­kus­blü­ten (5), Rin­gel­bu­men­blü­ten (5). Die Men­gen­an­ga­ben bezie­hen sich auf Mil­li­gramm. Bei grö­ße­ren Men­gen kann hoch­ge­rech­net wer­den. Im Übri­gen sind die Kräu­ter-Haus­tees varia­bel: Wer mehr Hage­but­te mag, nimmt ent­spre­chend mehr…

Tee-Rezept:

1–2 Tee­löf­fel der Mischung mit 150 Mil­li­li­ter (eine gro­ße Tas­se) heis­sem Was­ser über­brü­hen. 15 Minu­ten abge­deckt ste­hen las­sen, durch­sei­hen. Der Tee kann 3–5 mal täg­lich heiss, warm oder kalt getrun­ken werden.

Wich­tig: Ein Kräu­ter-Haus­tee soll­te alle 2–3 Mona­te gewech­selt wer­den. Die­ser Haus­tee soll­te bei Gal­len­lei­den nur mit Rück­spra­che des Haus­arz­tes getrun­ken werden!

Quel­le: Mey­er, E: Tee­re­zep­tu­ren. Ein Hand­buch für Ärz­te und Apo­the­ker. Deut­scher Apo­the­ken Ver­lag, Stutt­gart, 2004.

Mehr:

Kamil­len­blü­ten Monographie

Brenn­nes­sel Monographie

Laven­del­blü­ten Monographie

Melis­sen­blät­ter Monographie

Hage­but­ten­scha­len Monographie