Sand­dorn­kern­öl: Natür­li­cher Son­nen-Haut­schutz (Stu­die)

Sanddorn
Sand­dorn

Sand­dorn­kern­öl wird ger­ne in der Haut­kos­me­tik benutzt. Es strafft die Haut, glät­tet Fal­ten und hat wund­för­dern­de Wir­kun­gen.  Pol­ni­sche Wis­sen­schaft­ler der medi­zi­ni­schen Uni­ver­si­tät aus Bia­ly­stock haben Sand­dorn­kern­öl auf sei­ne Funk­ti­on als natür­li­ches Son­nen­schutz­mit­tel unter­sucht.

Bei den Haut­zel­len wer­den sowohl Lipi­de als auch die Pro­te­ine am stärks­ten der UV-Strah­lung des Son­nen­lichts aus­ge­lie­fert. Die pol­ni­schen Wis­sen­schaft­ler stell­ten sich die Auf­ga­be nach natür­li­chen Ver­bin­dun­gen zu suchen, um die­se emp­find­li­chen Mole­kü­le ohne Neben­wir­kun­gen zu schüt­zen. Sand­dorn wächst als Küs­ten­schutz an den Ost­see­küs­ten — sowohl in Deutsch­land als auch Polen — und ist ein sehr belieb­ter Vit­amin-Lie­fe­rant. Sand­dorn wird in die­sen Regio­nen in allen mög­li­chen For­men ver­ar­bei­tet. Natür­lich wird für die Küche vor allem das Frucht­fleisch ver­wen­det. Das Sand­dorn­öl her­ge­stellt aus den Ker­nen des Sand­dorns ist von einem hohen Gehalt von alpha-Lin­ol­säu­ren gekenn­zeich­net.

Das Ziel die­ser Stu­die war, her­aus­zu­fin­den ob Sand­dorn­öl aus den Ker­nen des Sand­dorns eine schüt­zen­de UV-Wir­kung hat. Die Wis­sen­schaft­ler unter­su­chen die Wir­kung des Öls auf die Redox-Balan­ce (Aus­tausch von Elek­tro­nen bei einer che­mi­schen Reak­ti­on) und den Fett­stoff­wech­sel in UV-bestrahl­ten Zel­len ver­schie­de­ner Haut­schich­ten.

Obers­te Horn­haut­zel­len wie Bin­de­ge­webs­zel­len wur­den UV-Strah­lung aus­ge­setzt und mit Sand­dorn­kern­öl behan­delt. Der Lipid-Stoff­wech­sel wur­de anhand des Gehalts der Fett­säu­ren ver­schie­de­ner Oxi­da­ti­ons­pro­duk­te mit ver­schie­de­nen Chro­ma­to­gra­phen unter­sucht. Sand­dorn­öl ver­hin­dert teil­wei­se die Sauer­stoff­ra­di­ka­le, die durch UV-Strah­lung ent­stan­den. Außer­dem her­höh­te das Sand­korn­kern­öl das Niveau von nicht-enzy­ma­ti­schen Anti­oxi­dan­ti­en. Die Ver­su­che wur­den auf die ver­schie­de­nen mensch­li­chen Haut­ty­pen bezo­gen.

Die Wis­sen­schaft­ler beur­teil­ten die Ergeb­nis­se posi­tiv: Sand­dorn­kern­öl beu­ge UV-Strah­len-Stö­run­gen vor, die durch die Son­ne auf­grund von Radi­ka­len inner­halb der Haut ent­stün­den. Es sei eine Vor­beu­gung von UV-indu­zier­ten Stö­run­gen des Redoxgleich­ge­wichts sowie des Lipid­stoff­wech­sels beob­ach­tet wor­den. Fazit: Sand­dorn­kern­öl scheint ein viel­ver­spre­chen­der Son­nen­haut­schutz zu sein.

Quel­le: Gęgo­tek A, Jastrząb A, Jaro­cka-Kar­powicz I, Mus­zyńs­ka M, Skrzyd­lew­s­ka E.: The Effect of Sea Buckt­horn (Hip­po­phae rham­no­i­des L.) Seed Oil on UV-Indu­ced Chan­ges in Lipid Meta­bo­lism of Human Skin Cells. Anti­oxi­d­ants (Basel). 2018 Aug 23;7(9). (direk­ter Link), doi: 10.3390/antiox7090110.

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